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Eine Geschichte der deutschen Panzertruppe – 1914-1918

Zu allen Zeiten wurden Geld, Wissen und Zeit eingesetzt um im Zusammenspiel der Völker einen militärischen Vorteil zu besitzen. Aus dem Speer wurde das Schwert, aus dem Bogen die Armbrust. Man baute gewaltige Mauern – und darauf hin Steinschleudern, die sie wieder einreißen sollten.

Die Entwicklung des Schwarzpulvers war es dann, die die gesamte Kriegsführung nachhaltig verändert hat. Mauern und Rüstung waren mit einem mal überflüssig – Feuer und Bewegung bestimmte von nun an das Kriegsgeschehen.

Und das letzte Jahrhundert hat zwei Weltkriege gesehen, die die Welt nachhaltig verändern sollten…

Zu Beginn der ersten Auseinandersetzung, die als ‘Der erste Weltkrieg‘ in die Geschichte einging zogen die Soldaten noch blumenbeschmückt in den Krieg – doch die Kriegsbegeisterung zerschellte schnell an der Realität, als sich die Fronten verhärteten den Soldaten nichts anderes übrig blieb, als sich einzugraben.

Die verantwortlichen waren also bemüht, der Truppe durch neue Formen der Bewegung wieder Schwung zu verleihen. So bombardierten schon 1914 deutsche Zeppeline Antwerpen und sogar Dover. Die Wirkung war allerdings eher psychologischer Natur als militärisch sinnvoll.

Der Versuch, der Deutschen, den Krieg aus der Luft zu gewinnen musste scheitern, weil die Luftfahrt noch in den Kinderschuhen steckte und einfach noch technisch nicht in der Lage war, strategische Ziele zu erfüllen.

Während die deutschen weiterhin versuchte, der Infanterie durch neue Taktiken Schwung zu verleihen, arbeiteten die Briten an einer neuen Bodenwaffe, deren Entwicklung unter dem Codenamen ‘Tank’ streng geheim voran getrieben wurde.

Am 26. Januar 1916 präsentierten die Verantwortlichen dann die Ergebnisse ihrer Arbeit:

Den ersten Panzerkampfwagen der Kriegsgeschichte. Noch im September des selben Jahres erschien die ersten Panzer unter der Bezeichnung ‘Mark I‘ auf dem französischen Kriegsschauplatz. Mit einer Breite von 4m, einer Länge von 10m und einer Höhe von 2,50m muss er den deutschen Soldaten wie ein Wesen aus einer anderen Welt vorgekommen sein. Die 8-köpfige Besatzung dieser rollenden Festung bediente 2 Kanonen und 9 Maschienengewehre.

Allerdings waren die Mark I nur wenig zuverlässlich – bei der ersten Operation kamen von den 49 eingesetzten Panzer nur vielleicht ein dutzend bis an die Front – die anderen blieben vorher liegen.

Der Generalstabschef der 3. deutschen Armee, gegen den die Panzer eingesetzt wurden, meldete seinen Vorgesetzten:

Der Feind hat neue Kriegsmaschienen eingesetzt, die ebenso grausam wie wirksam sind. Zweifellos wird er diese riesigen Maschinen im großen Maßstab zum Einsatz bringen. Es sind alle möglichen Maßnahmen zu treffen, dies zu vereiteln.

Doch die Warnung wurde von der Heeresleitung nicht ernst genug genommen…

Im Herbst 1917 tobte der Krieg bereits 3 Jahre und die deutschen Armeen standen auf gegnerischen Territorium – aber immer öfter standen den schlecht ausgerüsteten und abgekämpften deutschen Truppen frische französische, englische, australische – und seit dem Kriegsbeitritt der USA im 6. April 1917 auch amerikanische Kontingente gegenüber.

Während die Deutschen also weiterhin versuchte, der Infanterie im Zusammenspiel mit der Artillerie neuen Schwung zu verleihen, konzentrierte sich die alliierte Seite auf den Aufbau der Panzerwaffe – mit Erfolg.

Am 20. November 1917 griffen sie mit 476 Kampfwagen bei Cambrai an, das britische Royal Tank Corps durchbrach die deutschen Linien und drang 9 km vor. Doch ein entscheidener Sieg blieb aus – die eingesetzten Mark IV Panzer ließen durch der eingeschränkten Reichweite von 24km und einer Geschwindigkeit von 3 km/h keine weitreichenden Operationen zu.

Außerdem zersplitterte die alliierte Führung in den folgenden Tagen den Panzerverband um die Infanterie in kleinen Gruppen zu unterstützen – eine verhängnisvolle Entscheidung. Am 30. November begannen die Deutschen ihren Gegenangriff und eroberten unter schweren Verlusten nicht nur das Gebiet zurück – sondern erbeuteten auch etwa 100 Tanks.

Zwar hat die deutsche Führung mittlerweile den Wert der Kampfpanzer erkannt und arbeitete auch schon an eigenen Kampfpanzern – doch wird der Vorsprung der Alliierten immer größer..

Während der deutschen Seite während ihrer Offensive im März 1918 nur 10 Panzer zur Verfügung standen, setzten die Franzosen im Juli 1918 bei einem Großangriff bereits 600 Renault FT Panzer ein.

Im August 1918 fand dann die entscheidene Schlacht bei Amiens statt. Auf einer Gefechtsbreite von 30km überrollten 462 Tanks die deutsche Front. Dieser massierte Panzerangriff führte zur fatalsten Niederlage des deutschen Heeres und der Krieg war damit entschieden.

Zum Ende des Krieges im November 1918 besaß die deutsche Seite 20 eigene und zusätzlich etwa 15 Beutepanzer, auf alliierter Seite war die Panzerstreitmacht zu diesem Zeitpunkt auf etwa 6000 Fahrzeuge angewachsen.

Nach der Kapitulation wird Deutschland von den Alliierten mit hohen Reperationen bestraft – Grenzgebiete mit über 6 Millionen Menschen werden gegen den Willen der Bevölkerung von Deutschland abgetrennt. Die großflächige Demontage von Industrieanlagen, die Internationalisierung der deutschen Flüsse, die zerstörung von militärischen Einrichtungen und Waffen sowie die desolate Wirtschaftslage erzeugen in Deutschland eine gefährliche Mischung aus politischer Orientierungslosigkeit und nationalem Selbstbehauptungswille, die durch das auftreten einzelner Verhandlungsführer, wie etwa dem US-Präsident Wilson, der sich selber in Versailles zum Vertreter Jesu Christi auf Erden erklärte, weiter eskalierte.

Auch auf alliierter Seite gab es aber auch Kritiker, die das Vertragswerk als Grundlage weiterer Kriege sahen – und sie sollten recht behalten.

Nur 20 Jahre Später sollten wieder hochgerüstete Armeen aufeinander treffen. Und neben (dann auch) der Luftwaffe sollte es wieder die Panzerwaffe sein, die die Entscheidung bringt.



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